Picasso Museum Münster
Mittwoch26.01.2022


Das Picasso-Museum bleibt aufgrund des Ausstellungswechsels bis einschließlich Freitag (28.1.) geschlossen. Der Museumsshop ist ab Mittwoch (19.1.) von 11-17 Uhr geöffnet.

Im Picasso-Museum gelten die 2G-Regeln!

Zurzeit können Sie Ihr Eintrittsticket sowohl vorab online als auch vor Ort an der Museumskasse erwerben.

Aktuelle Ausstellungen

Schwarze Moderne
Afrika und die Avantgarde

29. Januar - 1. Mai 2022

Jazz, Josephine Baker, die zeitgenössische Werbung, der Film und die Faszination für ethnologische Museen – die künstlerischen Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts fanden Inspiration in einer schwarzen Kunst, die als revolutionär gefeiert wurde. So suchten Pablo Picasso, Man Ray, Fernand Léger, Hannah Höch oder Henri Matisse in der Auseinandersetzung mit der Formensprache afrikanischer Masken und Skulpturen kreative Impulse.

In der aus über 80 Exponaten bestehenden Ausstellung treffen die Werke indigener Künstler verschiedener afrikanischer Ethnien auf Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Film der Klassischen Moderne Europas und der afrikanischen Gegenwartskunst. Die Schau macht das vielfältige Stilrepertoire der Kunst Afrikas und seiner Rezeption in Kubismus, Dadaismus und Surrealismus erfahrbar. Darüber hinaus werden exemplarische Positionen von Gegenwartskünstlern wie Chéri Samba, Maître Syms, Gonçalo Mabunda oder John Edmonds präsentiert, die in ihren Werken die europäischen Avantgarden und deren Umgang mit afrikanischer Kunst kritisch reflektieren.

Die Ausstellung verfolgt dabei den Einfluss der Ideenströme des kulturellen Erbes des sog. Black Atlantics, der globalen schwarzen Gemeinschaften, die sich durch die Schiffsrouten des transatlantischen Sklavenhandels zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert in der Diaspora entwickelten.

Über rein tagesaktuelle politische Debatten hinausgehend, lädt sie ihre BesucherInnen dazu ein, die Faszination afrikanischer Kunst zu erleben und sie als Grundlage der Moderne neu zu erfahren.

Bildtitel:Chéri Samba, J'aime la couleur, 2003, Acryl auf Leinwand © The Jean Pigozzi Collection of African Art, Genf // Pablo Picasso, Trois Figures sous un arbre, 1907, Öl auf Leinwand, Musée Picasso, Paris © Succession Picasso, VG Bild-Kunst, Bonn 2022

 

 

Picasso – Die Schönen und das Biest

29. Januar – 1. Mai 2022

 

Im Zentrum der Ausstellung mit Grafiken aus der Sammlung des Picasso-Museum steht der Mythos des Minotaurus in der Kunst Pablo Picassos. Das schreckliche Mischwesen mit menschlichem Körper und Stierkopf ist seit der Antike ein beliebtes Motiv der bildenden Kunst. Picasso interpretiert die griechische Sage in den 1930er-Jahren in der nach ihrem Verleger benannten Suite Vollard jedoch völlig neu: Er macht sich das Ungeheuer zum Alter Ego und reflektiert in dessen Darstellung sein Künstlerleben sowie seine romantischen Beziehungen und sexuellen Erlebnisse. Die Blätter der Suite Vollard werden damit zu einem verschlüsselten Tagebuch dieser intensiven Jahre.

In der Ausstellung sind rund 40 Werke ausgestellt.

Pablo Picasso, Minotaurus, eine schlafende Frau liebkosend, 1934, Suite Vollard (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022